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Blut für die Immunologie

Es geht weiter mit der Reihe “Blick auf die Wissenschaft”. Wie bereits angekündigt habe ich eine Gelegenheit bekommen, am Universitätsklinikum in Bonn ein wenig in die Forschung bei der Immunologie zu schauen, genauer gesagt in die Allergiebekämpfung. Am Freitag hatte ich dann das Vergnügen, Nils Schoof vom Universitätsklinikum zu treffen, um mir ein paar Röhrchen Blut abzapfen zu lassen – mein Dank geht hier auch gleich noch an Birgitt Euskirchen für die professionelle Unterstützung und das Bier. ;)

Erstaunlicherweise scheint man an der Konsistenz des Blutes mehr zu erkennen, als ich gedacht hätte. Der doppelte Cheeseburger auf dem Weg nach Bonn wurde mir auf jeden Fall schon nachgewiesen, noch während sich das dritte Röhrchen füllte. Die bei der Gelegenheit gleich noch abgenommene “Senkung“, eine Blutprobe in einem dünneren Röhrchen zum Nachweis von Entzündungen im Körper durch die Geschwindigkeit des Absinkens der Blutkörperchen, zeigte nichts Verdächtiges.

Mit den Proben ging es dann ins Labor der Uniklinik zum Zentrifugieren und Abpipettieren des Serums, nur letzteres wird für den Allergietest gebraucht. Sollte sich im Verlauf der Woche nun herausstellen, dass ich gegen Birke und Lieschgräser eine Allergieklasse von entweder 0 oder 5 bis 6 habe, also nicht oder sehr allergisch bin, ist meine Probe für die Forschung geeignet und ich darf noch eine Menge mehr bluten, um Monozyten für die eigentlichen Versuche zu spenden. Mehr dazu werde ich am kommenden Wochenende erfahren.

Noch ein paar Eindrücke der Blutspende:

Alles parat: Abbinder, Tube, Butterfly und Alkoholtupfer.

Ozapft is. Die Blutabnahme, im Bildhintergrund dazu die Gelegenheit, sich nachträglich dann ein wenig Mut anzutrinken.

Meine drei Proben in der Zentrifuge. Zusätzlich ein weiteres Röhrchen (mit dem blauen Deckel) als Gewichtsausgleich, da bereits die leichte Unwucht von zwei zu enem Röhrchen zu starken Vibationen der Zentrifuge führen könnte.

Die zusätzliche Probe für die Blutkörperchensenkungsreaktion.

Eine kleine Auswahl an Tubes. Direkt unterhalb des Deckels ist das Gel erkennbar, das nach dem Zentrifugieren das Serum vom Rest des Blutes trennt.

Eine Blutprobe nach dem Zentrifugieren.

Bei der zweiten Probe wurde bereits mit einer Pipette das Blutserum entnommen, der verbliebene Rest wird für die Allergieprobe nicht benötigt und kann hervorragend verwendet werden, um nächste Woche meine Arbeitskollegen zu erschrecken.

Das abpipettierte Serum aus meinen Proben. Prost.

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